Der Muttertag ist ein weit verbreiteter Feiertag, der Mütter und die Mutterschaft würdigt. In Deutschland wird er traditionell am zweiten Sonntag im Mai begangen – 2026 fällt dieser besondere Tag auf den 10. Mai.
Doch woher stammt diese Tradition eigentlich, und wie wird sie heute gelebt?
Ein Feiertag mit amerikanischen Wurzeln
Der erste Muttertag in Deutschland wurde am 13. Mai 1922 in Berlin gefeiert. Die Geschichte des modernen Muttertags beginnt aber in den USA. Verantwortlich für die Etablierung des Feiertags in seiner heutigen Form ist die US-Feministin Ann Maria Jarvis, die eine ältere Idee aufgriff und verbreitete. Die Dichterin und Frauenrechtlerin Julia Ward Howe hatte bereits 1870 einen „Muttertag des Friedens“ gefordert – als Reaktion auf die Schrecken von Krieg und Sklaverei. Mit der Zeit entwickelte sich die Idee weiter, und der Fokus verschob sich: Nicht mehr der Frieden stand im Mittelpunkt, sondern die Anerkennung und Würdigung der Mütter und ihrer Rolle in der Gesellschaft.
Bedeutung und moderne Feierweise
Heute steht der Muttertag für Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber Müttern. Es ist ein Tag, um die Liebe, Hingabe und Opfer anzuerkennen, die Mütter täglich bringen. Der Feiertag wird weltweit begangen – nicht nur in Ländern mit westlicher Kultur, sondern auch in China und Japan, wobei die Daten und Bräuche variieren.
In Deutschland hat sich eine liebevolle Brauchtum entwickelt: Viele Menschen schenken ihren Müttern an diesem Tag Blumen – besonders Nelken und Rosen sind beliebt. Kleine Geschenke wie Schmuck, Bücher oder Kosmetik werden überreicht. Häufig wird der Tag auch für gemeinsame Ausflüge genutzt: Ein Spaziergang in der Natur, ein Besuch in einem Café oder ein gemeinsames Essen im Restaurant sind beliebte Aktivitäten. Manche Familien bereiten auch ein besonderes Frühstück oder Mittagessen zu Hause vor.
Der Muttertag ist eine Gelegenheit, innezuhalten und denjenigen zu danken, die uns aufgezogen haben und uns prägen. Ein Tag der Begegnung, der Nähe und der bewussten Wertschätzung.
Denken sie am Sonntag daran.
Foto: (c)Photo-K – Fotolia
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